Zwei Jugendliche des PSV Dorfen waren beim Silberpokal in Bad Aibling vertreten und konnten beide sehr gute Ergebnisse erzielen. Ivan Speter (an Nummer 109 gesetzt) wurde mit guten 3.5 Punkten 73., Nicolas Mooser (an Nummer 41 gesetzt) schaffte hervorragende 5.5 Punkte und wurde 13.

Heuer fand zum 66. mal der Silberpokal im Kurhaus Bad Aibling statt. Hier wird noch im klassischen KO-System der Sieger ermittelt, die Verlierer spielen jedoch in einem Schweizer System auch die vollen 8 Runden weiter. Diesmal war das Turnier sowohl in der Spitze (kein Spieler über 2100 DWZ) als auch in der Breite (nur 126 Teilnehmer) nicht so gut besetzt wie in den Vorjahren. Dies wird sich hoffentlich nächstes Jahr wieder ändern, da es im Kurhaus ideale Spielbedingungen gibt und das Turnier immer sehr gut organisiert wird. Es waren jedoch erfreulich viele Jugendliche (angeführt vom Deutschen U10 Meister Leonardo Costa) angetreten, die ihre Kräfte mit den etablierten Inn Chiemgau Routiniers messen wollten.

Ivan Speter (DWZ 1427) startete das Turnier mit einem unerwarteten Sieg gegen Peter Niedermaier (DWZ 1794) indem er ihn mit Weiß in einer Katalanischen Eröffnung unter Druck setzte und die Qualität gewann. Durch diesen Sieg bekam er dann in den nächsten 3 Runden sehr gute Gegner (um die 1900 DWZ) und hatte zur Halbzeit 1,5/4 Punkte. Nun folgten 4 Remis gegen Gegner im Bereich von 1750 DWZ, welche manchmal etwas glücklich aber auch oft von Ivans Respekt vor dem DWZ Unterschied geprägt waren. Wahrscheinlich war oft noch mehr drin, aber auch die 3,5 Punkte machen ein Plus von 123 DWZ !! auf 1550.

Da Nicolas Mooser nun schon in der ersten Hälfte gesetzt war, konnte er in der ersten Runde ohne große Probleme gegen einen schwächeren Gegner gewinnen. Doch schon in der zweiten Runde war Endstation im Pokal, durch eine unnötige taktische Niederlage gegen die starke junge Russin Khrapko Marharyta (DWZ 2057 und spätere Gewinnerin des Silberpokals!). Als „Belohnung“ warteten als Gegner nun gleich mehrere Jugendliche, die Nicolas aus diversen Jugendmeisterschaften schon kannte. Hier gab er sich mit zwei Siegen jedoch keine Blöse und hatte zur Halbzeit 3/4 Punkte. Ab nun sollten nur noch stärkere Gegner warten, angefangen mit Reinhold Pohle (DWZ 1917), der jedoch im sizilianischen Morra Gambit gegen Nicolas keine Chance hatte. Nun folgten noch 3 weitere Remis gegen etablierte Bezirksliga Spieler wie Christian Graf (DWZ 1982) oder Andreas Bergerhoff (DWZ 1998). Am Ende standen sehr gute 5.5 Punkte zu Buche, welche ein Plus von 61 DWZ auf 1869 einbringen.

Hier ein Beispiel wie man im Katalanisch seinen Gegner dominieren kann:

Alles in allem ein gelungenes Turnier an dem sich nächstes Jahr hoffentlich wieder mehr Dorfner beteiligen werden.

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